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Ein Vierteljahr ohne Kohte geht nicht!

Die Evangelische Stiftung Pfadfinden unterstützt ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Werner Meyknecht (19) widmet sich ein Jahr lang dem Aufbau von VCP-Arbeit in Laucha, Freyburg und Bad Bibra (Sachsen-Anhalt).

Das Interview führte Barbara Mestel, Nürnberg.

anp Hallo Wener! Du machst also ein FSJ beim VCP?
Werner Meyknecht (WM) Ja, ich bin für ein Jahr beim VCP angestellt und meine Aufgabe ist es, in Laucha und Umgebung VCP-Orte aufzubauen. Ich leite Gruppen, organisiere Fahrten und Lager und mache Pfadfinden bei den Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern bekannt.

anp Wie sieht deine Arbeit konkret aus?
WM Seit zwei Jahren gibt es in Laucha den VCP „Greifen“. Im Jahr 2007 hatten wir ein Wochenendlager in Goseckk, veranstalteten ein einwöchiges Pfingstlager in Quetzdölzdorf, fuhren eine Woche auf ein Sommerlager in Kirchscheidungen und schlossen das Jahr mit dem ersten Landeslager des entstehenden VCP Mitteldeutschland in Mägdesprung ab.

anp Wow! Ihr seid aber viel unterwegs.
WM Ja, das macht auch großen Spaß. Zusätzlich bauen wir in der Umgebung von Laucha weitere Orte auf. In Freyburg ist das der VCP „Einhorn“, der eine aktive Gruppe hat und in Bad Bibra unterstützt mich die Pfarrersfamilie bei der Gruppenarbeit. Außerdem haben wir ein Projekt in Kleinjena, wo ich zusammen mit dem Pfarrer eine Vorkonfirmandengruppe leite.

anp Warst du schon immer Pfadfinder?
WM Nein, ich bin auch erst seit Ende 2005 dabei. Ich bin kein großer Knoten-Fan und lerne immer wieder neue Tricks und Pfadi-Techniken. Die Lagerfeuerromantik ist mir wichtig. Die Pfadfinderlieder und andere Klampfenballaden gefallen mir sehr.


anp Was ist besonders an der VCP-Arbeit in Laucha und Umgebung?
WM Wir stoßen hier auf sehr viele Vorurteile. Das blaue VCP-Halstuch wird häufig mit dem Halstuch der früheren Pioniere verwechselt (Anm. d. Red.:
Die Pioniere waren die Kinderorganisation in der DDR.), weshalb einige unserer Stämme lieber das schwarz-gelbe Halstuch des VCP Sachsen-Anhalt tragen.

anp Was motiviert dich bei deiner Arbeit?
WM Ich möchte gegen die Probleme hier vor Ort etwas machen: Es gibt zu wenig Jugendarbeit, es herrscht ein Mangel an Wertevermittlung und es gibt zu viel rechtsradikales Gedankengut.

anp Was machst du nach deinem FSJ?
WM Ich werde Theologie studieren, am liebsten in Greifswald. Das ist natürlich zu weit weg, um hier in Laucha und Umgebung weiterzumachen. Aber ich möchte den Kontakt halten. Ein Vierteljahr ohne Kohte geht nicht!

anp Vielen Dank für das Interview!

Wer stiftet, will anstiften, etwas  zu tun.

Die Evangelische Stiftung Pfadfinden, die 2003 vom VCP gegründet wurde, will den weiteren Aufbau von VCP-Arbeit unterstützen. Der Förderschwerpunkt liegt derzeit in den ostdeutschen Ländern.

Durch eine maßgebliche finanzielle Unterstützung hat die Evangelische Stiftung Pfadfinden die Einrichtung der FSJ-Stelle in Laucha ermöglicht. Mit dieser Hilfe kann Pfadfinden in Laucha und Umgebung bekannt gemacht und nachhaltig aufgebaut werden. Außerdem ist die Förderung auch eine Würdigung ehrenamtlichen und freiwilligen Engagements. Wer selber anstiften will, findet weitere Informationen unter: www.vcp-stiftung.de